Zum Inhalt springen
SoloBizSelect

Werbehinweis: Links mit „Anzeige“ und * sind Affiliate-Links. Schließt du darüber ein Abo ab, erhalten wir eventuell eine Provision. Dein Preis bleibt gleich, unsere Einordnung auch. So finanziert sich SoloBizSelect

Forderungen im Griff

Mahnwesen für Selbstständige: von der Erinnerung bis zur Mahnung.

Ein sauberer Prozess beginnt vor der ersten Mahnung: eindeutige Fälligkeit, aktuelle Kundendaten, offene Posten und eine dokumentierte Kommunikation.

Das Wichtigste zuerstEine Forderung muss fällig sein. Ob eine Mahnung für den Verzug nötig ist, hängt vom konkreten Fall ab. Software hilft beim Überblick – rechtliche Voraussetzungen und Gebühren musst du trotzdem korrekt prüfen.
Stand: 12.10.2026DeutschlandKeine Rechtsberatung

Sauber eingeordnet

Vier Punkte, die oft falsch verstanden werden

Die Technik kann den Ablauf automatisieren. Verantwortung für richtige Daten, Fristen und den konkreten Einzelfall bleibt bei dir.

01 · Vorbeugen

Zahlungsziel eindeutig vereinbaren

Leistungsumfang, Rechnungsadresse, Fälligkeit und Zahlungsweg sollten vor Rechnungsstellung klar sein. Das reduziert Rückfragen und vermeidbare Verzögerungen.

02 · Kontrollieren

Offene Posten täglich aktuell halten

Automatischer Bankabgleich verhindert Mahnungen an Kunden, die längst bezahlt haben. Teilzahlungen und Gutschriften müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

03 · Kommunizieren

Freundlich beginnen, eindeutig werden

Eine erste Erinnerung kann sachlich und serviceorientiert sein. Weitere Schritte sollten Forderung, Rechnungsnummer, Fälligkeit und eine klare Zahlungsaufforderung enthalten.

04 · Eskalieren

Kosten und Beziehung abwägen

Vor Inkasso oder gerichtlichem Mahnverfahren prüfst du Nachweise, Einwände, Verjährung, Wirtschaftlichkeit und das Risiko einer strittigen Forderung.

Praxisplan

In sechs Schritten zum fertigen Ablauf

Schreib deinen Ablauf einmal auf. Danach siehst du schnell, welche Softwarefunktion dir Zeit spart.

Wichtig

Eine Softwarebezeichnung wie „rechtskonforme Mahnung“ ersetzt nicht die Prüfung, ob Fälligkeit, Verzug, Zinsen oder Kosten im Einzelfall vorliegen.

  1. 01Vor Versand Rechnungsempfänger und Pflichtangaben prüfen.
  2. 02Konkretes Zahlungsziel und Bankverbindung klar ausweisen.
  3. 03Nach Fälligkeit zuerst Zahlungseingang und Rückfragen kontrollieren.
  4. 04Erinnerung beziehungsweise Mahnung mit Frist dokumentiert versenden.
  5. 05Verzugszinsen und Pauschalen nur nach Prüfung der Voraussetzungen ansetzen.
  6. 06Bei Widerspruch oder größerer Forderung professionellen Rat einholen.

Software-Check

Diese Funktionen solltest du praktisch testen.

Ein Häkchen auf der Tarifseite reicht nicht. Probiere den Ablauf im Testkonto mit einer echten Rechnung aus deinem Alltag aus.

✓Offene-Posten-Liste
✓Bankabgleich
✓Mehrere Mahnstufen
✓Eigene Textvorlagen
✓Versandprotokoll
✓Inkasso-/Exportweg

Primärquellen

Rechtsstand selbst nachprüfen.

Fristen und rechtliche Details können sich ändern. Die verlinkten amtlichen beziehungsweise institutionellen Quellen sind deshalb maßgeblich.

Wenn der Kunde trotzdem nicht zahlt

Mahnwesen abgeben?

Zahlt ein Kunde auch nach der letzten Frist nicht, kannst du die Forderung an einen Inkassodienst geben, selbst einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder große Rechnungen über Factoring vorfinanzieren lassen. Was diese Wege kosten, wer die Kosten trägt und wann sich das lohnt, steht im Ratgeber Mahnwesen auslagern.

Für die ersten Stufen brauchst du keinen Dienstleister: Vorlagen stehen im Ratgeber Zahlungserinnerung und Mahnung, Zinsen berechnest du mit dem Verzugszinsen-Rechner.

Affiliate-Transparenz

Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Verweise auf Lexware Office, sevdesk und Papierkram sind Affiliate-Links. Bei einem Abschluss können wir eine Vergütung erhalten; für dich bleibt der Preis gleich. Der Ratgeber ist redaktionell erstellt, und die Vergütung beeinflusst seine Einordnung nicht.