Steuererklärung für Selbstständige
Steuererklärung für Selbstständige: Was du abgeben musst und wie du es selbst machst.
Als Selbstständiger gibst du jedes Jahr mehrere Erklärungen ab, und zwar nur elektronisch. Hier steht, welche das sind, bis wann sie fällig sind und wann du sie mit einem Online-Programm selbst erledigen kannst.
Deine Pflichten
Diese Erklärungen gibst du jedes Jahr ab.
Welche davon für dich gilt, hängt davon ab, ob du Freiberufler oder Gewerbetreibender bist und ob du die Kleinunternehmerregelung nutzt.
Einkommensteuer mit Anlage EÜR
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung zeigt deinen Gewinn. Sie gehört als Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung, dazu Anlage S für Freiberufler oder Anlage G für Gewerbetreibende.
Umsatzsteuererklärung
Wer Umsatzsteuer ausweist, gibt neben den Voranmeldungen einmal im Jahr die Umsatzsteuererklärung ab. Kleinunternehmer sind seit dem Steuerjahr 2024 grundsätzlich davon befreit.
Gewerbesteuererklärung
Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer. Einzelunternehmer mit Gewerbe haben einen Freibetrag von 24.500 €. Die Erklärung ist fällig, wenn der Gewerbeertrag darüber liegt oder das Finanzamt sie anfordert.
Was gilt für dich?
Dein Fall in 30 Sekunden.
Wie du die EÜR Schritt für Schritt erstellst, steht im Ratgeber EÜR erstellen.
Keine Umsatzsteuer- und keine Gewerbesteuererklärung. Das ist der einfachste Fall.
Dazu kommen die Umsatzsteuer-Voranmeldungen im Jahr, meist über deine Buchhaltungssoftware.
Die Gewerbesteuererklärung nur, wenn der Gewerbeertrag über 24.500 € liegt oder das Finanzamt sie verlangt.
Einkommensteuer, Umsatzsteuer und bei Gewinn über dem Freibetrag die Gewerbesteuer.
Ab 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn musst du als Gewerbetreibender bilanzieren. Eine GmbH braucht weitere Erklärungen. Beides gehört in Profihände.
Ein einmaliges Gespräch mit einer Steuerkanzlei klärt, welche Erklärungen für dich gelten. Danach kannst du oft selbst weitermachen.
Online-Programm
smartsteuer: Steuererklärung für Selbstständige online.
Alle Angaben stammen von smartsteuer.de und wurden am 22.10.2026 geprüft. Selbst getestet haben wir smartsteuer noch nicht.
smartsteuer
Führt Schritt für Schritt durch die Steuererklärung. Für Selbstständige nennt der Anbieter Einkommensteuer, EÜR, Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung sowie die gesonderte und einheitliche Feststellung. Zu Bilanz und GmbH macht die Seite keine Angaben.
39,99 € je Steuerjahr laut Anbieter · Zahlung erst bei Abgabe- kostenlos starten, zahlen erst bei der Abgabe
- fünf Abgaben im selben Steuerjahr inklusive
- EÜR-Daten aus Lexware Office übertragbar
Fristen
Bis wann die Steuererklärung fällig ist.
Selbstständige müssen ihre Steuererklärungen elektronisch abgeben, ein Papierformular reicht nicht. Die Fristen stehen in der Abgabenordnung:
- Ohne Steuerberater: bis zum 31. Juli des Folgejahres. Für das Steuerjahr 2025 war das der 31. Juli 2026.
- Mit Steuerberater: deutlich länger. Für 2025 bis zum 1. März 2027, weil der 28. Februar 2027 ein Sonntag ist.
Wer zu spät abgibt, riskiert einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 € für jeden angefangenen Monat. Schaffst du die Frist nicht, bitte das Finanzamt vorher schriftlich oder über ELSTER um eine Verlängerung und nenne den Grund.
Entscheidungshilfe
Selbst machen oder Steuerberater?
Es gibt drei Wege. Keiner ist für alle der richtige.
ELSTER
Das Portal der Finanzverwaltung kostet nichts und kann alle Erklärungen. Du füllst aber die amtlichen Formulare selbst aus und musst wissen, welche Zeile wofür steht.
Steuerprogramm
Ein Online-Programm stellt verständliche Fragen, prüft auf Fehler und sendet die Erklärung an das Finanzamt. Sinnvoll, wenn deine Buchhaltung ordentlich ist und dein Fall nicht kompliziert.
Steuerberater
Kostet am meisten, nimmt dir aber die Arbeit und die Verantwortung für die richtigen Angaben ab. Richtig bei Bilanz, GmbH, Immobilien oder größeren Umbrüchen.
Vorbereitung
Die Steuererklärung beginnt bei der Buchhaltung.
Die meiste Arbeit steckt nicht im Steuerprogramm, sondern in sauber gesammelten Einnahmen, Ausgaben und Belegen. Wer das übers Jahr in einer Buchhaltungssoftware erledigt, hat die EÜR am Ende fast fertig.
- Alle Rechnungen und Belege des Jahres vollständig erfassen.
- Kontoauszüge abgleichen, damit keine Zahlung fehlt.
- Die EÜR aus der Buchhaltungssoftware erstellen oder exportieren.
- Private Angaben wie Versicherungen und Vorsorge zusammenstellen.
- Erst dann die Erklärung im Steuerprogramm oder in ELSTER ausfüllen.
Welche Programme dabei helfen, zeigt der Buchhaltungssoftware-Vergleich.
Häufige Fragen
Steuererklärung für Selbstständige: kurz beantwortet.
Muss ich als Selbstständiger eine Steuererklärung abgeben?
Ja. Wer Gewinn aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbe hat, muss jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung abgeben, und zwar elektronisch.
Kann ich die Steuererklärung als Selbstständiger selbst machen?
Ja, wenn du eine EÜR erstellst und deine Buchhaltung ordentlich ist. ELSTER ist kostenlos, ein Steuerprogramm führt verständlicher durch die Fragen. Bei Bilanz, GmbH oder unklaren Fällen ist ein Steuerberater sinnvoll.
Muss ich als Kleinunternehmer eine Umsatzsteuererklärung abgeben?
Seit dem Steuerjahr 2024 grundsätzlich nicht mehr, es sei denn, das Finanzamt fordert dich dazu auf. Die Einkommensteuererklärung mit EÜR bleibt Pflicht.
Was kostet smartsteuer für Selbstständige?
Laut Anbieter 39,99 € je Steuerjahr, bezahlt wird erst bei der Abgabe. Darin sind laut smartsteuer fünf Abgaben im selben Steuerjahr und betriebliche Steuererklärungen enthalten. Prüfe den aktuellen Preis vor dem Abschluss auf smartsteuer.de.
Was passiert, wenn ich die Frist verpasse?
Das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag festsetzen, mindestens 25 € je angefangenem Monat. Bitte vor Fristende um eine Verlängerung, wenn du absehbar nicht fertig wirst.
Grundlage: Preise und Funktionen stammen von den offiziellen Anbieterseiten und wurden am 12.10.2026 geprüft. Die Einordnung ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Mit einem Sternchen markierte Verweise auf smartsteuer sind Affiliate-Links. Bei einem Abschluss können wir eine Vergütung erhalten; für dich bleibt der Preis gleich. Die Vergütung beeinflusst die Einordnung nicht.