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Software für Selbstständige 2026

Software für Selbst­ständige: was du wirklich brauchst.

Für den Start brauchst du weniger Programme, als viele Listen vermuten. Hier steht, welche Software ab dem ersten Tag nötig ist, was später dazukommt und wie viel du realistisch ausgibst.

Unsere EinordnungDie einzige Software, die fast jeder Selbstständige vom ersten Tag an braucht, ist ein Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm. Alles andere kommt dazu, wenn dein Alltag es verlangt.
Stand: 12.10.2026Reguläre NettopreiseGrundlage: Anbieterangaben

Ab dem ersten Tag

Die Grundausstattung: drei Dinge.

Diese drei Punkte betreffen jede Selbstständigkeit, egal ob Freiberuf, Gewerbe oder Nebenerwerb.

01 · Rechnungen und Buchhaltung

Das Programm, auf das es ankommt

Rechnungen brauchen Pflichtangaben, Belege müssen geordnet aufbewahrt werden, und seit 2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ein Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm erledigt das in einem Ablauf.

02 · Getrenntes Konto

Privat und geschäftlich trennen

Ein eigenes Geschäftskonto ist für Einzelunternehmer und Freiberufler keine Pflicht. Ein zweites Konto nur für das Geschäft macht Buchhaltung und Steuererklärung aber deutlich einfacher. Manche Banken schließen die geschäftliche Nutzung von Privatkonten in ihren Bedingungen aus.

03 · Ablage und Datensicherung

Belege sicher aufbewahren

Rechnungen und Buchungsbelege musst du acht Jahre aufbewahren, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre. Speichere Belege im Buchhaltungsprogramm oder in einer Ablage mit regelmäßiger Sicherung.

Rechnungs- und Buchhaltungsprogramme

Drei Programme für die wichtigste Aufgabe.

Alle drei laufen im Browser, erstellen in den bezahlten Tarifen E-Rechnungen und lassen sich vorab kostenlos ausprobieren. Den ausführlichen Vergleich findest du im Buchhaltungssoftware-Vergleich.

Alles in einem Tarif

Papierkram

Schon Tarif S enthält Angebote, Rechnungen, E-Rechnung, Projekte, Zeiterfassung, EÜR und Umsatzsteuer. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos, aber ohne Angebote und EÜR.

15,90 € netto/Monat regulär (S) · 12,90 € bei jährlicher Zahlung

Was du ausgibst

Welches Programm zu deiner Situation passt.

Monatspreise netto bei regulärer Zahlung, ohne befristete Aktionen.

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Deine SituationDas brauchst duKosten im MonatBeispiele
Nebenberuflich, wenige RechnungenGratis-Tarif0 €sevdesk Kostenlos (3 Rechnungen/Monat) oder Papierkram Free
Die Steuerkanzlei macht die BuchhaltungRechnungsprogrammrund 12,90 €sevdesk Rechnung oder Lexware Office M
EÜR und Umsatzsteuer selbstBuchhaltungsprogramm15,90 bis 25,90 €Papierkram S, Lexware Office L oder sevdesk Buchhaltung
Abrechnung nach StundenBuchhaltung mit Zeiterfassung15,90 €Papierkram S

Später, nicht sofort

Diese Software kann warten.

Jedes zusätzliche Programm kostet Geld und Einarbeitung. Hol es dir erst, wenn der Anlass da ist.

Du rechnest nach Stunden abZeiterfassung

Erst nötig, wenn du Aufwand abrechnest. Papierkram hat eine Zeiterfassung schon im Tarif S, dann brauchst du kein zweites Programm.

Kunden buchen TermineTerminbuchung

Lohnt sich, wenn du viele kurze Termine abstimmst, etwa für Beratung oder Coaching. Vorher reicht ein Kalender.

Mehr als eine Handvoll KundenCRM

Ein Kundenverwaltungs-Programm hilft, wenn Anfragen, Angebote und Nachfassen unübersichtlich werden. Kontakte und Angebote liegen anfangs schon im Rechnungsprogramm.

Mehrere Projekte parallelProjektmanagement

Sinnvoll ab mehreren gleichzeitigen Projekten oder wenn du mit anderen zusammenarbeitest. Für dich allein reicht oft eine Aufgabenliste.

Du willst Stammkunden haltenNewsletter

Erst dann, wenn du regelmäßig etwas zu sagen hast und eine Website mit Anmeldung hast. Rechtlich brauchst du eine Einwilligung mit Bestätigung.

Texte und TabellenBürosoftware

Für Briefe und Tabellen reicht am Anfang ein kostenloses Office-Paket wie LibreOffice. Rechnungen schreibst du besser nicht in Word oder Excel, sondern im Rechnungsprogramm.

In fünf Schritten

So richtest du deine Software in einem Nachmittag ein.

  1. Eröffne ein zweites Konto nur für geschäftliche Zahlungen.
  2. Teste ein Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm und verbinde es mit diesem Konto.
  3. Lege dein Logo, deine Steuernummer und deine Bankverbindung an und schreibe eine Probe-Rechnung mit allen Pflichtangaben.
  4. Fotografiere die ersten Belege mit der App des Programms, statt Papier zu sammeln.
  5. Prüfe nach drei Monaten, ob dir etwas fehlt, zum Beispiel Zeiterfassung oder Mahnungen, und erweitere erst dann.

Bist du Kleinunternehmer, brauchst du auf Rechnungen einen Hinweis auf die Steuerbefreiung. Wie das aussieht, steht im Ratgeber zur Kleinunternehmer-Rechnung.

Häufige Fragen

Software für Selbstständige: kurz beantwortet.

Welche Software brauche ich als Selbstständiger?

Am Anfang vor allem ein Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm, dazu ein getrenntes Konto und eine sichere Ablage für Belege. Zeiterfassung, CRM, Terminbuchung oder Newsletter kommen erst dazu, wenn dein Alltag sie wirklich verlangt.

Was kostet Software für Selbstständige im Monat?

Für die Grundausstattung zwischen 0 und rund 26 € netto im Monat. Gratis-Tarife reichen für wenige Rechnungen. Ein Rechnungsprogramm kostet regulär rund 12,90 €, eine Buchhaltungssoftware mit EÜR und Umsatzsteuer 15,90 bis 25,90 € netto.

Reichen Word und Excel für Rechnungen?

Rechtlich ist das möglich, aber fehleranfällig: Rechnungsnummern, Pflichtangaben und Aufbewahrung musst du selbst sicherstellen. Rechnungen an andere Unternehmen müssen außerdem nach Übergangsfristen bis spätestens Ende 2027 als E-Rechnung verschickt werden, Kleinunternehmer sind davon ausgenommen. Eine E-Rechnung erstellst du nicht mit Word. Ein Rechnungsprogramm übernimmt das.

Brauche ich als Freiberufler ein Geschäftskonto?

Gesetzlich nicht. Ein separates Konto nur für geschäftliche Zahlungen ist trotzdem sinnvoll, weil Buchhaltung und Steuererklärung übersichtlicher werden. Manche Banken untersagen die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos.

Welche Software für Selbstständige ist kostenlos?

sevdesk bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit drei Rechnungen pro Monat, Papierkram einen Free-Tarif ohne Angebote und EÜR. Für Texte und Tabellen gibt es kostenlose Office-Pakete wie LibreOffice. Für eine vollständige Buchhaltung mit EÜR und Umsatzsteuer brauchst du einen bezahlten Tarif.

Kann ich die Kosten für Software von der Steuer absetzen?

Ja. Software, die du für dein Geschäft nutzt, ist eine Betriebsausgabe und mindert deinen Gewinn. Bist du umsatzsteuerpflichtig, bekommst du zusätzlich die Umsatzsteuer als Vorsteuer zurück.

Affiliate-Transparenz

Mit einem Sternchen markierte Verweise auf Lexware Office, sevdesk und Papierkram sind Affiliate-Links. Bei einem Abschluss können wir eine Vergütung erhalten; für dich bleibt der Preis gleich. Die Vergütung beeinflusst die Einordnung nicht.