Preise kalkulieren
Stundensatzrechner für Selbstständige
Berechne einen wirtschaftlich tragfähigen Netto-Stundensatz – mit Kosten, Reserve und realistischer Auslastung statt einer bloßen Gehaltsumrechnung.
Berechnungsweg
So entsteht das Ergebnis
Der Rechner addiert gewünschtes Jahreseinkommen und betriebliche Kosten, erhöht die Summe um die Reserve und teilt sie durch die realistisch abrechenbaren Jahresstunden.
Richtig einordnen
Darauf solltest du achten
- Der Betrag ist netto, also ohne Umsatzsteuer.
- Einkommensteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge musst du im gewünschten Einkommen angemessen berücksichtigen.
- Der nicht abrechenbare Anteil umfasst Akquise, Verwaltung, Weiterbildung, Urlaub und Leerlauf.
Rechenbeispiel
Beispiel mit den voreingestellten Werten
Eine Grafikdesignerin möchte 48.000 € im Jahr verdienen und hat 12.000 € betriebliche Kosten (Software, Laptop, Versicherungen, Coworking). Mit 10 % Reserve braucht sie 66.000 € Umsatz. Sie arbeitet 35 Stunden pro Woche an 46 Wochen, also 1.610 Stunden. 40 % davon gehen für Akquise, Buchhaltung und Abstimmung drauf. Es bleiben 966 abrechenbare Stunden. 66.000 € geteilt durch 966 Stunden ergibt rund 68,32 € netto pro Stunde.
| Gewünschtes Einkommen + Kosten | 60.000 € |
|---|---|
| + 10 % Reserve | 66.000 € |
| Abrechenbare Stunden (1.610 × 60 %) | 966 Std. |
| Stundensatz netto | 68,32 € |
Häufige Fragen
Fragen zum Stundensatzrechner
Ist der Stundensatz netto oder brutto?
Der Rechner liefert einen Nettobetrag. Bist du umsatzsteuerpflichtig, kommen auf der Rechnung 19 % Umsatzsteuer dazu. Als Kleinunternehmer stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung, der Betrag ist dann zugleich dein Endpreis.
Wie viele Stunden kann ich realistisch abrechnen?
Viele Selbstständige verbringen 30 bis 50 % ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben, die sie keinem Kunden berechnen können: Angebote schreiben, Buchhaltung, Weiterbildung, Akquise. Rechne lieber mit zu wenig abrechenbaren Stunden als mit zu vielen.
Muss ich Steuern und Krankenversicherung extra einrechnen?
Ja, über das gewünschte Jahreseinkommen. Der Rechner zieht keine Einkommensteuer und keine Sozialversicherung ab. Setze dein Einkommen deshalb so hoch an, dass beides davon bezahlt werden kann.
Was passiert, wenn ich Urlaub oder Krankheit vergesse?
Dann ist dein Stundensatz zu niedrig. Die Arbeitswochen pro Jahr sollten Urlaub, Feiertage und ein paar Krankheitstage bereits abziehen. 44 bis 46 Wochen sind ein häufiger Ansatz.
Passende nächste Schritte
Ergebnis praktisch nutzen
Vergleiche passende Lösungen erst, nachdem du dein konservatives Szenario gerechnet hast.
Hinweis: Der Rechner liefert eine überschlägige betriebswirtschaftliche Orientierung und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Unternehmensberatung. Rechne wichtige Entscheidungen mit deinen eigenen Zahlen nach.